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Ausgangssituation u. Gründe für den Ausbau der Hafenspange:
Um die Innenstadt von Elmshorn verkehrlich zu entlasten, soll zwischen der "Westerstraße" (B 431) im Süden und der Straße "Wedenkamp" im Norden eine neue Hauptverkehrsanbindung gebaut werden, die sich "Hafenspange" nennt. Diese Entlastung erfolgt durch den dann neu entstandenen Hauptverkehrsring (Westerstraße, Berliner Straße, Schulstraße, Gerberstraße, nördlicher Wedenkamp und der Hafenspange).
Die vorhandenen Verkehrsbelastungen stellen sich heute wie folgt dar:
Östlicher "Wedenkamp"
14.000 Kfz / Tag
Nördlicher "Wedenkamp"
10.400 Kfz / Tag
"Westerstraße", westlich der "Hafenspange"
18.000 Kfz / Tag
"Westerstraße", östlich der "Hafenspange"
16.900 Kfz / Tag
Zukünftig prognostizierte Verkehrsbelastung
Folgende Verkehrsbelastungen werden für den Zustand nach der Fertigstellung der "Hafenspange" prognostiziert:
"Hafenspange"
13.800 Kfz / Tag
Östlicher "Wedenkamp"
5.200 Kfz / Tag
Nördlicher "Wedenkamp"
12.800 Kfz / Tag
"Westerstraße", westlich der "Hafenspange"
18.000 Kfz / Tag
"Westerstraße", östlich der "Hafenspange"
20.400 Kfz / Tag
Erst wenn der Innenstadtbereich verkehrlich entlastet ist, bieten sich für die Stadt neue Gestaltungsmöglichkeiten, die eine städtebauliche Weiterentwicklung zur Folge haben.
Die "Hafenspange" liegt innerhalb des Geltungsbereiches des Bebauungsplanes Nr. 118 der Stadt Elmshorn und hat eine Baulänge von 513,14 m.
Der nördliche Teil des Wedenkamps wird bis zur Höhe der Straße "Sandberg" schon mit dem Projekt "Umgestaltung der Gerberstraße" auf den Anschluss an die Hafenspange vorbereitet. Ab dieser Stelle entsteht der neue Knotenpunkt "Hafenspange / Wedenkamp", der zukünftig auch die Stellplatzanlage der Verbrauchermärkte "Aldi", "Edeka" und "Dänisches Bettenlager" mit einem zusätzlichen Verkehrsarm anbindet. Die bisherigen Erschließungsstraßen "Deichstraße" und ein Teil der Straße "Nordufer" werden aufgehoben.
Südlich der o.g. Stellplatzanlage führt eine Erschließungsstraße zum Hafenplatz, der zukünftig Möglichkeiten zum Erleben und Erholen bieten soll. Zielgruppen zur täglichen Nutzung sind die Wanderer, die den Weg entlang der Krückau benutzen, erholungssuchende Angestellte in der Mittagspause und Menschen, die vom Shoppen zurückkehren.
Modellstudie der Klappbrücke "Hafenspange"
Ein weiterer Aspekt ist die Nutzung der Fläche im Zusammenhang mit innerstädtischen Veranstaltungen, wie der Flora-Woche, z.B. als Ort für Kleinkunst-Auftritte. Bepflanzt wird der Platz im Umfeld mit Säulen-Eichen und Baumweiden. Neben der Aufstellung eines künstlerisch gestalteten Gezeitenobjektes soll in direkter Nachbarschaft auch eine Steganlage für Kanus, Kajaks und andere Kleinboote errichtet werden. Beleuchtet wird der Platz mit Lichtstelen, die mit den Säuleneichen zusammen eine Gitterstruktur zur Abgrenzung zwischen Stadt und Landschaft bewirken sollen. Für die Straßenüberführung über die "Krückau" ist eine Klappbrücke vorgesehen, an die schon bei der Entwicklung ihrer Konstruktion ein hoher Anspruch an die Gestaltung gestellt worden ist.
Die Konstruktion der Hebetechnik sollte sich auf alle Fälle gut in das Hafenbild einfügen, dass besonders durch die ehemaligen Kaianlagen der Firma Kölln geprägt ist. Dieses ist durch die Pylone und Waagebalken gelungen, welche die maritime Ausstrahlung des Hafenbereiches unterstreichen.
Die Brücke besteht zum größten Teil aus Stahl und hat eine Spannweite von 38,0 m, die aus zwei Segmenten á 19,0 m besteht. Das eine Segment ist beweglich und das andere fest. Wenn die Brücke geöffnet ist, dann liegt der höchste Punkt der Klappeinrichtung 20,0 m über der Fahrbahnoberkante. Das Gesamtgewicht der Brücke beträgt 230 Tonnen.
Gestaltungsplanung und Anbindung der "Hafenspange"
Unter der Brücke verläuft ein Trogbauwerk, das den Wanderweg entlang der Krückau verbindet und in der Nacht zur Sicherheit beleuchtet ist.
Südlich der Krückau verläuft die "Hafenspange" auf dem heutigen Gelände der Stadtwerke. Da die vorhandene Zufahrt der Stadtwerke Elmshorn im Bereich des neuen Knotenpunktes Westerstraße/ Hafenspange liegt, muss diese ca. 50 m weiter in Richtung Westen verschoben werden.
Die Zufahrtsstraße zum Betriebshof muss ebenfalls entsprechend angepasst werden. Die geplante Fahrbahnbreite der "Hafenspange" beträgt 6,50 m. Beidseitig der Straße schließen getrennt angeordnete Geh- und Radwege in einer jeweiligen Breite von 1,50 m an. Der Gehweg wird aus grauem und der Radweg aus rotem Betonsteinpflaster hergestellt.
Detailplan der Zugbrücke und des Hafenplatzes
Durch die Unterschiede in der Farbe heben sich die Bereiche deutlich voneinander ab und weisen den jeweiligen Verkehrsteilnehmern ihren Raum zu. Damit sich sehbehinderte und ältere Menschen besser orientieren können, werden zwischen dem Geh- und Radweg genoppte Blindenleitsteine aus Beton mit weißer Farbgebung eingebaut.
Zusätzlich werden an den Kreuzungspunkten die Ampeln mit akustischen Signalgebern ausgestattet.
Die Fahrbahn und die Nebenflächen werden mit einer modernen, energiesparenden Straßenbeleuchtung ausgeleuchtet. Die Masten haben eine Lichtpunkthöhe von 9,0 m. Die Straßenbepflanzung erfolgt mit der dornenlosen Gleditsiensorte "Skyline", die eine mittelgroße Krone bei ca. 10 m Baumhöhe ausbildet und ein feingliedriges, hell- grünes und lichtdurchlässiges Laub besitzt.
Die Baumsorte ist bekannt für ihre Robustheit und somit für den innerstädtischen Bereich geeignet. In den Einmündungsbereichen werden Säulen – Eichen gepflanzt, welche eine Art Torcharakter haben.
Die Bauablaufplanung sieht vor, dass die vorbereitenden Arbeiten im Dezember 2008 beginnen. Die Baumaßnahme soll spätestens im Herbst 2013 umgesetzt sein.