Was ist ein ISEK?

Rückläufige Bevölkerungsentwicklung und eine geänderte Nachfrage mit der Folge eines dauerhaften Leerstandes von Mietwohnungen belasten die Stadtstrukturen und führen zum Verfall von Gebäuden.

Integrierte - d. h. von allen Fachbereichen getragene - Stadtentwicklungskonzepte sollen die einzelnen Maßnahmen des Stadtumbaus aufeinander abstimmen und zu einem zukunftsfähigen, sinnvollen Ganzen verbinden. Diese Stadtumbaukonzepte müssen für die gesamte Stadt unter Betrachtung der Umlandgemeinden aufgestellt werden und sowohl auf einer fundierten Situationsanalyse als auch auf einer Abschätzung der künftigen Bedarfsanalyse der einzelnen Fachbereiche, insbesondere der künftigen Wohnungsmarktentwicklung aufbauen. In die Entscheidung über die erforderlichen Umstrukturierungsmaßnahmen sollten alle Beteiligten aus Stadtplanung und insbesondere der Wohnungswirtschaft, vor allem aber auch die Bürger möglichst frühzeitig einbezogen werden

Die Erarbeitung von Stadtentwicklungskonzepten stellt deshalb nicht nur vom Inhalt, sondern auch vom Verfahren her einen äußerst komplexen Prozess dar.

Unter Führung der Kommunen ist eine Gemeinschaftsarbeit der Fachbereiche auf Verwaltungsebene (z. B. Wohnungswesen, Wirtschaft, Verkehr, Umwelt, Soziales, Kultur, Bildung, Finanzen) mit privaten Akteuren (Investoren, Banken, Immobilienwirtschaft, Wohnungsunternehmen etc.) anzustreben. Das gemeinsame Handeln beginnt bei der Problemanalyse mit Blick auf die künftige Entwicklung sowie dem Bestimmen vorrangiger Ziele und führt zu gemeinsamen Umsetzungsstrategien.

Beschluss des ISEK

Auf der Basis der in den Teilen A I. und B - G vorgelegten Untersuchungen über ein ISEK hat das Stadtverordneten-Kollegium den Teil A II. als mittelfristig verbindliche Grundlage für eine nachhaltige Stadtentwicklung und den Stadtumbau in Elmshorn am 12.07.2007 beschlossen.
Das ISEK wird als dynamischer Prozess verstanden. Mindestens einmal jährlich wird über die Ergebnisse und über die Fortschreibung der Ziele und Maßnahmen diskutiert und beschlossen, um sicher zu stellen, dass eine Anpassung an die jeweils bestehenden Realitäten vorgenommen werden kann.
Wenn die Möglichkeit besteht, werden Ergebnisse, die über die eingeleiteten und durchgeführten Maßnahmen erreicht worden sind, quantitativ und qualitativ bewertet.
Die Verwaltung wird gebeten, entsprechende Verfahrensvorschläge im Zuge der Umsetzung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes vorzulegen. Beschlüsse als PDF herunterladen

Ziele des ISEK Elmshorn

Das "Integrierte Stadtentwicklungskonzept" (ISEK) für die Stadt Elmshorn zeigt ein Leitbild und eine Strategie für die Entwicklung der Stadt auf. Viele verschiedene Einflüsse wurden berücksichtigt, darunter die Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung (weniger junge - mehr ältere Menschen) sinkende Einwohnerzahlen (für Elmshorn wird dies für die Zeit ab ca. 2020 erwartet) Veränderungen in der Wirtschaftsstruktur und der Arbeitswelt. Folgende Leitbild-Bereiche wurden daher bearbeitet:

  • Stadtbild und Städtebau
  • Wohnen in Elmshorn
  • Gesundheit und Soziales
  • Einzelhandel, Dienstleistung und Gewerbe
  • Freizeit, Sport, Kultur und Bildung
  • Verkehr, Infrastruktur und Umwelt / Bahnhof und Hafen / Krückau
  • Image und Position in der Metropolregion.

Das ISEK enthält eine Gesamtvision mit realistischen Zielen zur Sicherung und Verbesserung des Wohn-, Lebens- und Wirtschaftsstandortes Elmshorn sowie konkrete Maßnahmen / erste Projekte für die Gesamtstadt.

In Elmshorn sollten zunächst konkrete Maßnahmen formuliert werden, die aus dem Programm "Stadtumbau-West" gefördert werden können. Dazu wurden kleinere Gebiete (Stadtquartiere) abgegrenzt, die bereits funktionale Probleme aufweisen oder diese erwarten lassen. Außerdem wurden Maßnahmen erarbeitet, um diese Problemlagen zu beheben oder abzuwenden.

Das ISEK wurde durch Fachleute für Regional- und Stadtplanung sowie Einzelhandelsentwicklung in Zusammenarbeit mit der Stadt Elmshorn und unter Beteiligung vieler engagierter Menschen aus sozialen, kulturellen und Bildungseinrichtungen sowie Akteuren aus Wirtschaft und Politik erstellt.

Die Bürgerinnen und Bürger konnten sich auf mehreren öffentlichen Veranstaltungen über den Stand der Arbeiten informieren und ihre Meinung dazu abgeben (Einladungen jeweils hier unter "Aktuelles" und in der Presse).

Das ISEK wurde 2007 fertig gestellt und steht rechts zum Download bereit.




Mehr zum Thema ISEK:

Organigramm

Präsentation

Kapitel A:
Zusammenfassung mit Maßnahmenplan

Kapitel B:
Städtebauliche Analyse

Kapitel C:
Städtebauliche Leitbild-diskussion

Kapitel D:
Vertiefende verkehr-liche Untersuchung

Kapitel E:
Untersuchung der Situation des Einzelhandels

Kapitel F:
Städtebauliche Vorkonzepte
- Anlagen 1-8
- Anlagen 9-16
- Anlagen 17-18

Kapitel G:
SWOT-Analysen